Vaping Lee — Genießen statt verbrennen

Kräutern ordentlich einheizen - Vaporizer Temperatur wählen

Wie viele und welche Inhaltsstoffe beim Vaporizieren gelöst werden hängt maßgeblich von der Temperatur ab, auf den unser Verdampfer die Kräuter erhitzt.

Nun stellt sich zunächst die Frage: Woran können wir erkennen, wie effizient unsere Kräuter vaporisiert werden?

Einerseits können wir über unseren Geschmacks- und Geruchssinn, die Intensität der Aromen wahrnehmen, andererseits können wir am sichtbare Dampf erkennen, dass Wirkstoffe gelöst wurden.

Mehr Dampf, mehr Wirkung?

Dichte große Dampfwolken sind für uns ein klares Zeichen dafür, dass der Vaporizer gute Arbeit leistet also viele Wirkstoffe gelöst werden.

Es ist auch richtig, dass viel sichtbarer Dampf hohe Wirkstoff-Ausbeute bedeutet. Diesen Zusammenhang kann man aber nicht einfach umdrehen.

Wenig  sichtbarer Dampf bedeutet nicht, dass kaum Wirkstoffe gelöst werden.

Dampf ist nämlich nichts anderes als Gas das wieder zu winzigen Tröpfchen kondensiert ist, die wir dann als Dampfwolke sehen.Wenig sichtbarer Dampf bedeutet also nicht zwingend, dass wenige Wirkstoffe der Kräuter zu Gas wurden. Es bedeutet nur, dass wenig des wirkstoffreichen Gases wieder zu Dampf kondensiert ist.

Auf den Siedepunkt gebracht

Bei einer bestimmten Temperatur wechseln die ätherischen Öle in den Kräuter den Aggregatzustand von flüssig in gasförmig. Dieser Siedepunkt ist entscheidend für die Menge an sichtbaren Dampf.

Die ätherischen Öle in Pfefferminze verdampfen bereits bei 150 Grad. Beim Vaporisieren dieser Heil- und Gewürzpflanze siehst Du so gut wie keinen Dampf, wirst aber dennoch das typische kühlend minzige Aroma intensiv schmecken.

Mehr Dampf entsteht bei Kräutern deren Inhaltsstoffe einen höheren Siedepunkt haben, da deren heißeres Gas stärker abkühlt.  Neben der Temperatur des Gases kommt es natürlich auch auf die Außentemperatur an. Bei kühlen Temperaturen erzeugen wir deshalb bereits mit unserem Atem Dampfwolken.

Vorsicht Verbrennungsgefahr!

Die Verbrennung ist der natürliche Feind des Vaporisierens. Damit Deine Kräuter nicht Opfer des schädlichen Verbrennungsprozesses werden, solltest Du 230° C keinesfalls überschreiten. In der Regel sind aber 210 Grad als maximale Vaporizer Temperatur absolut ausreichend.    

Bei Vaporizer mit sehr guten thermischen Eigenschaften, kommt es auch bei höheren Temperaturen zu keinerlei Verbrennung. Bei weniger ausgereiften Geräten können schon ab 200 Grad Celsius Teile des Dampfgutes verkokeln. 

Ebenso spielt der Trocknungsgrad der Pflanze eine Rolle. Auch sehr trockene Kräuter können im Vaporizer noch viele Wirkstoffe abgeben. Sie sollten wegen der höheren Verbrennungsgefahr jedoch nicht über 200°C erhitzt werden.

Manche mögen´s  heiß, manche weniger

Wie erwähnt haben die ätherischen Öle in den Kräutern verschiedene Siedepunkte. Hier findest Du die Siedetemperatur der Wirkstoffe einiger Kräuter, die sich sehr gut vaporisieren lassen: 

  • Eucalyptus: 130°C
  • Lavendel 130°C
  • Zitronenmelisse 142°C
  • Hopfen 154°C
  • Kamille 190°C
  • Salbei 190°C
  • Thymian 190°C

Durch das Verdampfen der Kräuter setzt die positive Wirkung sehr schnell ein. Anders als bei einer Zubereitung als Tee werden die Wirkstoffe unmittelbar über die Lunge aufgenommen und passieren nicht erst das Verdauungssystem. Außerdem gelangen bei Atemwegsinfektionen die heilenden Essenzen direkt dorthin wo sie ihre Wirkung entfalten sollen.

Kräuter enthalten diverse Wirkstoffe die nicht alle bei der gleichen Temperatur sieden.  Ein Pflanze mit besonders vielen und wertvollen Wirkstoffen ist die weibliche Cannabis Pflanze.

Wirkstoff Champion Cannabis

Cannabis ist eine ganz besondere Pflanze und dennoch oder gerade deswegen in Deutschland noch immer verboten!

Trotz dieser gesellschaftlichen Ächtung erlaube ich mir, hier etwas genauer auf die durch ihre vielen verschiedenen Inhaltsstoffe zum Vaporisieren besonders interessante Pflanze einzugehen.

Bisher wurden mehr als 500 Inhaltsstoffe in der weiblichen Cannabis Pflanze entdeckt. Diese variieren natürlich nach Sorte.

Für die Forschung bietet Hanf noch immer ein großes Betätigungsfeld, da viele Wirkstoffe der Pflanze noch nicht entdeckt oder noch nicht vollständig analysiert wurden.

Die vielen verschiedenen Inhaltsstoffe von Cannabis können wir vereinfacht in 3 Gruppen einteilen:

  • Cannabinoide (über 100)
  • Terpene (über 200)
  • sonstige Inhaltsstoffe

Terpene sind für den typischen Geruch und das Aroma der Pflanze verantwortlich, tragen aber auch zur medizinischen Wirkung der Pflanze bei. Im Vaporizer kann man je nach sensorischen Fähigkeiten die Ausprägung ihrer Aromen, wie zitronig, minzig  erdig und viele mehr herausschmecken. In diesem Vokabular zeigen sich Gemeinsamkeiten zwischen Wein Liebhabern und Freunden des Kräuterdampfs.

Cannabinoide wirken über das körpereigene Endocannabinoid-System auf den Konsumenten. Cannabis ist also mit unserem Körper  kompatibel, da es Inhaltsstoffe enthält die körpereigenen Stoffen gleichen und deshalb mit Rezeptoren unseres Nervensystems interagieren.  

Der berühmteste Vertreter der Cannabinoide ist das THC (Tetrahydrocannabinol). Es trägt maßgeblich zur berauschenden Wirkung von Cannabis bei. Trotz etlichen weiteren medizinisch wirksamen Inhaltsstoffen wird Cannabis häufig in der öffentlichen Diskussion auf diesen scheinbar bösen weil berauschenden Wirkstoff reduziert.

Vaporisieren 2.0 - selektiv verdampfen

Unterschiedliche Inhaltsstoffe verdampfen bei unterschiedlichen Temperaturen. Mit einem exakt steuerbaren Vaporizer können so gezielt Wirkstoffe gelöst und so die Wirkung beeinflusst werden.

In folgender Darstellung ist am Beispiel von Marihuana der Zusammenhang zwischen Vaporizer Temperatur und Wirkung vereinfacht dargestellt, sowie die Siedetemperatur wichtiger Cannabinoide aufgeführt.Die Grafik Vaporizer Temperatur und Wirkung kannst du auch als PDF herunterladen oder in Deine Webseite einbinden!

Wie aus der Darstellung hervorgeht liegt eine sinnvolle Temperatureinstellung zum Vaporisieren von Marihuana bei ca 185°C.

Temperatur ist nicht alles!

Folgende weitere Faktoren beeinflussen die Wirkungsweise einer Pflanze beim Vaporisieren und sollten bei der Temperaturwahl ebenso  berücksichtigt werden:

  • Trocknungsgrad der Pflanze: Sehr trockenes Material sollte geringen Temperaturen ausgesetzt werden.
  • Mahlgrad des Pflanzenmaterials: Je feiner das Kraut gemahlen ist, desto leichter lösen sich die Wirkstoffe.
  • Sorte: z. B. die Hanfsorte Indica wirkt eher körperlich, während Sativa eher mental wirkt.
  • verwendeter Vaporizer: z.B. Erhitzung durch Konvektion erlaubt gleichmäßigere Erwärmung und somit auch höhere Temperaturen als direktere Erwärmung durch Konduktion.
  • Dampf-Genießer selbst: Die körperliche, mentale und seelische Verfassung des Konsumenten ist ein komplexer schwer messbarer Faktor, beeinflusst die Wirkung aber maßgeblich.  

Entdecke die faszinierende Welt des Dampfens!

Ein hochwertiger Vaporizer  bietet Dir die Möglichkeit mit der Verdampfungstemperatur zu experimentieren und so für jedes Kraut, Öl oder Konzentrat Deine individuell passende(n) Temperatur(en) zu finden.  Neben der Wärmezufuhr  kannst Du auch andere Parameter verändern und Dich immer mehr dem besten Aroma und der angenehmsten Wirkung nähern.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Freude beim Experimentieren und immer besten Dampf!

Euer Vaping Lee

PS: Erzähle doch in den Kommentaren etwas über Deine Forschungsergebnisse zur besten Vaporizer Temperatur!

 

16 Kommentare

  • Hallo
    Meine Frage ist wenn mann z.B Krauter mit dem VapCap benutzen mochte, wie muss man dann die Tempratur regeln.
    Kann mann bei Ihnen auch den VapCap HudraVong bestellen?
    Grusse Desiree

    Desiree
  • Hey, danke für die Infos! Wirklich hilfreich. Ich habe mir den boundless cfx zugelegt und gestern das erste mal angetestet.
    Beim 2. Zug hat das weed schon stark nach röstaromen geschmeckt. Ist das normal? Ich habe zu Anfang die Temperatur gar nicht Sooo hoch eingestellt.
    Gefallen hat es mir deshalb geschmacklich nicht so, hatte mich mehr auf den puren intensiven Geschmack gefreut.

    Gibt’s da noch Tipps und Tricks zu beachten?

    Danke und schöne Grüße

    Marvin
  • Danke für eure Kommentare und Fragen!
    Grundsätzlich gilt dass man Kräuter auch immer mit höheren Temperaturen verdampfen kann, als die Siedetemperaturen der Wirkstoffe. Solange nichts anbrennt ist das kein Problem, da die Wirkstoffe sich ab der Siedetemperatur sich lösen aber ebne auch darüber (denkt an Wasser, dass auch bei 120 Grad verdampft)

    Der Mighty geht nur bis zu einer Temperatur von 210 Grad. Insofern wird z.B. Baldrian nicht komplett genutzt werden können, aber dennoch teilweise. (auch bei niedrigeren Temperaturen lösen sich schon Wirkstoffe (> siehe Wasser)

    Lee
  • Hey Jiggel, danke für deine Fragen, genauso hätte ich auch gefragt, hätte nicht aber nicht so gut ausdrücken können. Ich bin Cannabis Patient und man bespricht seine Dosis mit dem.Arzt, da aber alles so neu ist, ist es ein gemeinsames rantasten. Um so wenig wie möglich meine Medizin zu gebrauchen, da es so selten Cannabis Blüten zur Verfügung stehen, möchte ich so effizient arbeiten wie möglich.
    Liebe Grüße Chilli77

    Chilli77
  • Hi Leander,
    Wenn ich jetzt Baldrian verdampfen möchte sollte ich dann trotzdem nicht über 210grad gehen? Und ist das überhaupt mit einem vaporizer wie dem crafty möglich?
    Denn in der Beschreibung steht 40-210grad Celsius.
    Verstehst du was ich meine?
    Beste Grüße

    EddieToa

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Name .
.
Nachricht .