Vaping Lee — Genießen statt verbrennen

Die Geschichte des Vaporizers

Vaporisieren ist viel mehr als nur das Verdampfen von Kräutern. Für uns von Vaping Lee und alle Freunde des gepflegten Dampfens ist es eine Kultur. Und da der Begriff „Kultur“ für die schöpferische Leistung einer Gemeinschaft steht, möchten wir uns in diesem Blogbeitrag ein wenig mit der Entstehungsgeschichte dieser Kultur bzw. der des Vaporizers beschäftigen.

ES BEGANN MIT DEM FEUER

Viele Anthropologen verbinden die Menschheitsgeschichte mit der Nutzbarmachung des Feuers. Denn durch den Gebrauch des Feuers waren die Menschen in der Lage, körperliche Nachteile gegenüber anderen Lebewesen wie Bären oder Raubkatzen auszugleichen – und so das Überleben der menschlichen Art zu sichern.

Schon bald, nachdem die Menschen gelernt hatten, das Feuer gezielt einzusetzen, entdeckten sie, dass sich getrocknete Pflanzen nicht nur als Brennmaterial eigneten. Das Einatmen des wirkstoffhaltigen Rauches von Heil- und Rauschpflanzen linderte Schmerzen und versetzte sie in einen angenehmen, euphorischen Dämmerzustand, wie Frank Fuchs in seinem Buch und Nachschlagewerk „Phyto-Inhalation“ berichtet.

Der Autor und Entwickler von Rauch- und Inhalationsgeräten spricht von nur noch einigen wenigen Entwicklungsschritten, derer es von da an bedurfte, bis sich die Räucherungen ihren festen Platz in der Religion und Heilkunde erobert hatten. Das ist aber gerade mal die Vorgeschichte zur Geschichte des Vaporizers, da beim Vaporisieren die Kräuter nicht verbrannt, sondern nur so weit erhitzt werden, bis sie verdampfen.

HANF SAMEN AUF GLÜHENDEN STEINEN

Wenngleich die Geschichte und die Herkunft des Vaporizers wohl immer etwas nebulös bleiben wird, finden sich doch Spuren, die bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. zurückreichen. So war es kein Geringerer als der griechische Geschichtsschreiber Herodot, der über die Praxis des nomadischen Reitervolkes der Skythen berichtete, Hanfsamen auf glühende Steine zu werfen und in dem Dampf zu schwitzen.

Ob die Skythen die Ersten waren, die von heißen Steinen aufsteigende Dämpfe inhalierten, ist nicht belegt. Mit Sicherheit waren sie aber nicht (lange) die Einzigen. Bereits in der Hochkultur der Maya, im alten Ägypten und in der Frühzeit Chinas sowie Indiens schätzte man die heilende Wirkung von Räucherungen und Kräuterdämpfen. Auch der griechische Arzt Hippokrates weist in seinen Schriften auf ihren medizinischen Wert hin.

HOLZKOHLE STATT GLÜHENDER STEINE

Etwa um die erste Jahrtausendwende wurden die glühenden Steine durch Holzkohle ersetzt. Das war die Geburtsstunde der Wasserpfeife oder Shisha. Die ursprüngliche indische Wasserpfeife bestand schlicht und einfach aus einer Kokosnussschale und einem dünnen Bambusstab. Damals rauchten die Menschen mit Wasser befeuchtete Tabakblätter und erhitzten diese durch das direkte Auflegen einfacher Holzkohle, zum Beispiel aus Kokosnussholz.

Von Persien gelangte die Wasserpfeife nach Arabien, in das osmanische Reich und nach Nord-Afrika. Über die Jahrhunderte entwickelte sich die moderne Shisha, wie wir sie heute kennen – mit einem Wassergefäß (Bowl) aus Glas, einer Rauchsäule, einem Kopf für den Tabak oder die Kräuter und einem Schlauch.

Da beim Shisha-Rauchen neben dem Dampf auch reichlich Rauch entsteht, unterscheidet sich die Shisha jedoch ganz wesentlich vom Vaporizer, der kaum Rauch freisetzt. Bis zur Geburtsstunde des modernen Vaporizers war es also noch ein langer Weg.

VORLÄUFER MODERNER VERDAMPFER

Erste Entwürfe für Verdampfer stammen von den Amerikanern Joseph Robinson und Herbert A. Gilbert. Robinson erhielt im Jahr 1930 das Patent für seinen „Electric Vaporizer“, der für medizinische Anwendungen konzipiert war. Gilbert gelang dies im Jahr 1965 mit seiner „Smokeless Non-Tobacco Cigarette“. Allerdings ging die rauch- und tabakfreie Zigarette nie in die Produktion. Beide Erfindungen gelten aber eher als Vorläufer der E-Zigarette.

Einer der Pioniere des modernen Verdampfens ist der 1943 als Frank William Wood geborene Eagle Bill Amato, auch bekannt als „Cherokee Marijhuana Medicine Man“. Amato wird häufig als „Vater des Verdampfens“ bezeichnet und erfand 1993 den „Eagle Bill Shake 'N' Vape“, eine einfache Glaspfeife mit einer Kräuterkammer oben auf dem Glaskolben. Der Glaskolben wurde unten mit einem Feuerzeug erhitzt und die heiße Luft vaporisierte die Kräuter in der Kammer.

Damit hatte Amato einen der ersten – oder vielleicht sogar den ersten – auf Konvektion basierenden Vaporizer geschaffen. Der Eagle Bill Shake 'N' Vape erhitzte die Kräuter nicht durch direkten Kontakt mit dem Heizelement, so wie das bei der Konduktion der Fall ist, sondern mithilfe eines heißen Luftstroms. Hin zu den heute erhältlichen, modernen Vaporizern, fehlte vor allem noch ein Schritt, und zwar der vom mechanischen zum elektronischen Vaporizer.

DER WEG ZUM ELEKTRONISCHEN VAPORIZER

Dieser Schritt erfolgte dann im Laufe der 90er-Jahre. Genau genommen waren es einige Schritte, denn kurz nachdem Eagle Bill den Kräuterkonsum mit seinem Marihuana- Vaporizer grundlegend veränderte, machten sich mehrere Tüftler und Unternehmen an die Entwicklung elektrisch betriebener Vaporizer. Das war die Geburtsstunde der Vaporizer-Industrie.

Im Jahr 1995 erschien in der Vancouver Times ein Artikel über den BC Vaporizer, den ein kanadisches Unternehmen aus British Columbia 1994 entwickelt hatte. Er gilt als einer der ersten elektrisch betriebenen Vaporizer. Als der niederländische Cannabis- Liebhaber Evert davon erfuhr, begann er an seinem eigenen Verdampfer zu basteln, der als „De Verdamper“ bekannt wurde. Zuerst experimentierte Evert mit einer Bong und einem Heißluftgebläse, das er nach mehreren Anpassungen durch ein Heizelement ersetzte, welches in ein separates Glaselement eingefasst war und über ein Kabel mit Strom versorgt wurde. Sein „De Verdamper“ ist in verschiedenen weiterentwickelten, aber nach wie vor auf die Grundfunktionalität reduzierten Versionen, immer noch erhältlimch.

In Deutschland startete im Jahr 1996 der Unternehmer Markus Storz it der Entwicklung von Kräuterverdampfern. Vier Jahre später brachte er die ersten VOLCANO Verdampfer mit einem abnehmbaren Ventilballon auf den Markt – eine patentierte Innovation, die den Vaporizer-Markt revolutionierte. Gemeinsam mit seinem Partner Jürgen Bickel gründete er 2002 das Unternehmen Storz & Bickel.

MODERNE VAPORIZER HEUTE

Der Branchenpionier setzt mit seinen Vaporizern bis heute weltweit Maßstäbe in Design und Technik. Neben einfach zu handhabenden Tisch-Vaporizern mit digitaler Temperaturregelung wie dem Volcano digit oder dem effizienten Plenty finden sich im Sortiment von Storz & Bickel längst auch handliche und sogar per Smartphone-App zu regulierende tragbare Vaporizer wie der Mighty oder Crafty.

Insgesamt hat sich auf dem Voporizer-Markt in den vergangenen 20 Jahren sehr viel getan. Bei den mobilen Vaporizern sind die Batterien natürlich längst Akkus mit langen Laufzeiten gewichen. Und auch in Sachen Bedienfreundlichkeit, Haptik und Design spiegeln sich bei modernen Vaporizern der innovative Geist und das Know-How führender Hersteller wie Storz & Bickel, Arizer oder Boundless wider.

Wenn Du noch mehr über Vaporizer oder bestimmte Geräte erfahren möchtest, schau am besten in unseren Vaporizer-Shop!

Und falls du Fragen rund ums Vaporisieren hast oder eine Beratung wünscht: Melde dich einfach bei uns! Wir sind gerne für dich da. 

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