Mighty oder Solo 2?

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  • Durch Leander Prem
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Mighty oder Solo 2?

Schwäbischer Dampfhammer oder kanadischer Dauerläufer? Erfahre in diesem Vergleich wo der Mighty von Storz und Bickel oder der Arizer Solo 2 voraus dampfen.

Die beiden Hersteller Storz & Bickel und Arizer können als Veteranen der Vaporizer-Industrie bezeichnet werden. Auch wenn sich der deutsche Hersteller Storz & Bickel schon einige Jahre länger der Herstellung von Kräuterverdampfern widmet,  kann auch der kanadische Hersteller Arizer auf eine lange Erfahrung zurückblicken.
Während die 2014 erschienenen Mighty und Crafty die ersten mobilen Geräte des schwäbischen Herstellers sind, ist der seit 2017 in Europa erhältliche Solo 2, wie der Name vermuten lässt, der Nachfolger des bewährten Solo aus 2011.
Im Folgenden werdet Ihr einige Aspekte zu den beiden Geräten erfahren, die euch die Entscheidung erleichtern sollen.


 

Design

 

Der Solo 2 überzeugt mit zurückhaltendem, edlem Design während das funktionale Gehäuse des Mighty eher industriellen Charme versprüht.
Über Geschmack lässt sich bekanntlich trefflich streiten, dennoch vermute ich, dass die Mehrheit das moderne, unaufdringliche Äußere des Solo 2 mehr zusagt. 
Bei der Haptik ist der Solo 2 Vaporizer klar im Vorteil. Durch die angenehme Größe liegt das Gerät angenehm und sicher in der Hand.
Dies gilt für den Mighty leider nicht. Durch die recht großen Maße und die geriffelte Oberfläche des Mighty lässt er sich besonders mit kleinen Händen nicht entspannt halten. Das fehlende Stehvermögen des Mighty lässt sich durch den Vapstand beheben.
 
 
MIghty und Solo 2 von oben



Bedienung

 

Die  Bedienung des Mighty ist so simpel, dass jegliche Erklärungen überflüssig sind. Ein Einschaltknopf und 2 Knöpfe zum Einstellen der Soll-Temperatur sind selbsterklärend. Die Möglichkeit durch Doppelklicken schnell eine höhere Boosttemperatur einzustellen ist ein Zusatzfeature, das erst in späteren Modellen implementiert wurde und das schnelle Erhöhen der Temperatur erleichtert.
Beim Solo 2 bedarf die Bedienung etwas mehr Einarbeitung. Das beginnt beim Einschalten mittels längerem Drücken des Nach-Oben- und des Menüknopfes und setzt sich in der schnell erlernbaren aber nicht selbsterklärenden Menüführung fort.
Der Solo 2 bietet dafür auch einige Einstellungsmöglichkeiten, die der Mighty vermissen läßt. So kann die Displayhelligkeit, die Lautstärke des Bestätigungstons und die Dauer bis zum automatischen Abschalten eingestellt werden. Beim Mighty muss man hingegen mit den vom Hersteller vorgegebenen Einstellungen, wie Abschaltzeit (2 Minuten) und  Displayhelligkeit leben. Mit der praktischen Vibrationsfuntion des Mighty, die das Erreichen der Zieltemperatur sowie das Abschalten signalisiert, kann der Solo 2 allerdings nicht dienen.
Ob Du eine radikal-einfache Bedienung oder diverse Einstellmöglichkeiten bevorzugst, liegt an Deinen Vorlieben. Beide Geräte sind jedoch nicht mit unnötigen Features überladen.

Auch das Füllen des Topfes mit Kräutern hat Storz und Bickel etwas einfacher gehalten, wobei die Lösung des Solo 2 ihren eigenen Charme hat. Beim Mighty wird zum Befüllen des Topfes einfach die Kühleinheit mit einer viertel Drehung gelöst und dann die Kräuter ggf. unter Zuhilfenahme der praktischen Füllhilfe in den Topf gegeben.
Beim Solo 2 hingegen werden zwei Mundstücke unterschiedlicher Länge, die gleichzeitig Kräutertopf sind, mitgeliefert. Die Unterseite der Mundstücke bilden einen Topf, der vom Rest des Mundstücks durch eine perforierte Trennwand separiert ist. Dieser Topf wird befüllt und dann in den Solo 2 eingeführt. Das Verbinden von Topfmundstück und Solo 2 ist etwas aufwendig. Zudem kann der Solo 2 mit aufgestecktem Glasmundstück schlecht transportiert werden, so dass sich das separate Mitführen des Mundstücks empfiehlt. Arizer legt dem Solo 2 Deckel sowie Hüllen für die Mundstücke bei, so dass diese befüllt mitgenommen werden können. Der Topf des Arizer Solo 2 kann übrigens auch mit ganzen Blüten statt mit zerkleinertem Dampfgut gefüllt werden. 
Dennoch ist der Mighty bei Bedienung und besonders beim Nachladen von Kräutern, welches durch die von Storz & Bickel angebotenen Dosierkapseln noch mehr vereinfacht wird, dem Solo 2 voraus.
 



Reinigung

 

Bei der Reinigung spielt das Konzept der aus einem einzigen Glasteil bestehenden Kombination aus Topf und Mundstück des Solo 2 seine Stärke aus. So genügt es das empfehlenswerte Sieb, welches das einsaugen von Kleinstteilen verhindert, zu entfernen und das Mundstück in Reinigungsalkohol zu legen. Der Dampfweg verläuft nur durch das Mundstück, so dass in erster Linie hier Ablagerungen entstehen.
Die bei Benutzung sehr praktische Kühleinheit des Mighty ist dagegen etwas aufwendiger zu reinigen. So besteht die Kühleinheit mit Mundstück aus insgesamt 8 Einzelteilen, die für die Reinigung auseinander gebaut und später wieder zusammengesetzt werden wollen.
Dazu sind keine Werkzeuge notwendig und mit etwas Übung wird dieser Vorgang schnell zur Routine, aber insbesondere das Trennen und Verbinden von Mundstück und Kühleinheit ist anfangs eine kleine Herausforderung.

 

 

 

Akkulaufzeit

 

Mit bis zu 3 Stunden Laufzeit lässt der Solo 2 den Mighty, der ca. 90 Minuten durchhält, deutlich hinter sich. Hier hat Arizer ganze Arbeit geleistet und schafft es trotz der geringeren Größe eine längere Akkulaufzeit zu realisieren. Beide Modelle ermöglichen allerdings nicht den selbständigen Austausch der Akkus, so dass ein Vaporizer mit austauschbarem Akku durch Mitführen weiterer Batterien noch längere Zeit ohne Nachladen ermöglicht.



Dampf und Zugwiderstand


Die Menge an Wirkstoffen, die pro Zug gelöst werden, ist beim Mighty höher. Bei der Dampfmenge ist das Premiummodell des schwäbischen Herstellers also führend. Das liegt unter anderem an dem größeren Durchmesser des Topfes und dem kaum vorhandenen Zugwiderstand.

Der Glastopf des Solo 2 hingegen ist schmäler und der Zugwiderstand etwas höher, aber dennoch nicht unangenehm.
So dauert es beim Solo ein paar Züge länger bis alle Wirkstoffe gelöst und die Kräuter braun und trocken sind. Die Gesamtausbeute an Wirkstoffen unterscheidet sich aber nicht merklich.
Wenn Du also wenige, möglichst wirkstoffreiche Züge mit viel Dampf bevorzugst, wird Dir der Mighty in dieser Hinsicht besser gerecht. Stört es Dich nicht ein paar Mal öfter zu ziehen, um alle Wirkstoffe zu lösen oder bevorzugst Du sogar längere Sessions, ist der Solo 2 ebenso geeignet.

 

Geschmack und Temperatur

 
Der Dampf beider tragbarer Vaporizer schmeckt hervorragend und aromatisch. Dass die Kühleinheit des Mighty im Gegensatz zum Solo 2 aus Kunststoff ist, schmecke ich nicht.
Von Kunden höre ich aber gelegentlich, dass sie einen Kunststoffgeschmack beim Mighty wahrnehmen. Wenn Du also in der Hinsicht sehr sensibel bist, ist der Solo 2, bei dem der Dampf ausschließlich Borosilikatglas passiert, ggf. die bessere Wahl.
Der Dampf des Mighty ist durch den längeren Dampfweg in der Kühleinheit etwas kühler als der des Solo 2. Die Dampftemperatur des Solo 2 ist aber nicht unangenehm und kann durch Wahl des längeren Mundstücks gesenkt werden. 
 
 

 



Fazit

 

Sowohl der Arizer Solo 2 als auch der Mighty sind hochwertige und ausgereifte tragbare Vaporizer. Wer möglichst effizient maximale Mengen an Wirkstoffen lösen will, ist mit dem Mighty besser bedient.
Aber auch der Solo 2 liefert jede Menge aromatischen, wohlschmeckenden Dampf und benötigt, dank hervorragender Akkulaufzeit, nur selten einen Boxenstopp. Da er etwa ein Drittel weniger kostet, besser in der Hand liegt und mit edlem Design begeistert, ist der Solo 2 trotz der etwas umständlichen Bedienung eine echte Alternative zu dem Premiummodell aus Tuttlingen!
Dennoch ist aus meiner Sicht der Mighty mit etwas besserer Dampfleistung, durchdachter Bedienung und dem hervorragenden, deutschsprachigen Kundenservice das bessere Gerät.
Angesichts der Preispunktes, der hohen Qualität und der ausgereiften Technik kann ich Dir aber auch den Arizer Solo 2 besten Gewissens empfehlen.
 
 
 
 

 

 
 

Mighty

Solo 2

Design

industrielles Design, nicht besonders handlich

edles Design, liegt gut in der Hand

Bedienung

Bedienung sehr einfach; kaum Einstellmöglichkeiten 

Bedienung nicht selbsterklärend; diverse Einstellungen, wie Abschaltzeit möglich; Mundstück muss separat mitgeführt und aufgesteckt werden

Reinigung

Reinigung gut möglich aber etwas aufwendig; Kühleinheit muss zerlegt werden

 sehr einfache Reinigung durch einteilige Topf- Mundstückkombination 

Akkulaufzeit

bis zu 90 Minuten

bis zu 180 Minuten

Zugwiderstand

sehr geringer Zugwiderstand

etwas größerer aber nicht unangenehmer Zugwiderstand 

Geschmack

guter, aromatischer Geschmack, trotz Kühleinheit aus Kunststoff wird in der Regel kein Beigeschmack wahrgenommen, Dampf etwas kühler

aromatisch, reiner Geschmack, da Dampf nur Glasflächen passiert, etwas wärmerer Dampf

Dampfmenge

 

etwas mehr Dampf pro Zug 

 

etwas geringere Dampfmengen pro Zug, dennoch sehr gute Nutzung des Dampfguts

 

 

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